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Rainer Hachfeld DVU NPD wichst zusammen

Deutscher Preis für die politische Karikatur 2010

 

Was uns bewegt ...Die politische Karikatur befindet sich in einem schwierigen Spannungsfeld: Einerseits intendiert sie die politische Meinungsbildung des Lesers und ergänzt als "gezeichneter Kommentar" das journalistische Angebot. Um die gewünschte Wirkung beim tendenziell flüchtigen Betrachter zu erzielen, soll die politische Karikatur schnell rezipierbar und aktuell sein.

Ähnlich wie die Textmeldung oder das Reportagefoto droht der politischen Karikatur dann aber auch der "Erinnerungstod". Mit der abnehmenden Themenaktualität geht der Informationskontext verloren; die Interpretation der politischen Karikatur erschwert sich immens.

Andererseits verstehen wir Karikatur auch als Kunstform - als Produkt eines kreativen Aktes. Karikatur-Kunst darf nicht dem Vergessen anheim fallen. Die Stifter des Preises bezwecken also durchaus, die Karikatur-Kunst zu nobilitieren. Der "Deutsche Preis für die politische Karikatur" will eine neue Rezeptionshaltung anstoßen. So ermöglicht gerade die Präsentation in Ausstellungen eine konzentrierte Auseinandersetzung mit der Kunst - oftmals mit großer Distanz zum politischen Kontext.

 

Was man als Teilnehmer wissen muss ...

Für den Wettbewerb sind alle in deutschsprachigen Pressemedien veröffentlichten politischen Karikaturen zugelassen. Zur Einreichung sind sowohl die Redaktionen der Pressemedien als auch die Karikaturisten/-innen selbst berechtigt. Die eingereichten politischen Karikaturen müssen im Jahr vor der Preisverleihung, d.h. im Kalenderjahr 2009, erstmals in der deutschen Presse veröffentlicht worden sein. Die Ausschreibungsbedingungen stehen als Download-PDF unter dem Menüpunkt "Service" zur Verfügung.

 

Wie die Jury bewertet ...

Die Jury setzt vier Bewertungskriterien an: situative Treffsicherheit die politische Aussage betreffend, Ironie bzgl. der politischen Aussage, gestalterische Prägnanz, Reduktion auf das Wesentliche im zeichnerischen Sinn. So vielfältig wie die Bewertungskriterien, so breit auch das professionelle Spektrum der Juroren: politische Journalisten, Grafik-Designer, Illustratoren, Politologen und Psychologen.

Akademie für Kommunikation Baden-Württemberg